Vereint im Verein

Seit Anfang 2013 findet die Reihe „Vereint im Verein“ statt: Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sich ehrenamtlich in einem Verein im Kreis Herzogtum Lauenburg engagieren, stellen sich und ihren Verein vor.

Egal, ob aus der Türkei, aus Russland, Polen oder anderen Ländern, junge Menschen beteiligen sich und zeigen durch die Aktion, dass der Verein in dem sie tätig sind, sich aktiv interkulturell öffnet und sich für Vielfalt und Akzeptanz stark macht.

Die Vereine luden die Presse zu sich ein und das vorstellende Mitglied gab ein Interview – egal ob im Fußballtrikot, in Feuerwehrmontur oder im DLRG-Pullover. Das Ehrenamt der Jugendlichen wird gewürdigt und die Wichtigkeit dieser Arbeit verdeutlicht.

Wir suchen weiterhin junge Menschen, die Freude an ihrer ehrenamtlichen Arbeit haben und diese in der Zeitung präsentieren würden!

 

 

 

Am 29.4. hatten wir zu einem Pressetermin nach Lauenburg geladen. Wir haben bei der Jugendfeuerwehr Lauenburg Can Baris im Rahmen unserer in 2013 begonnenen Öffentlichkeitsreihe „Vereint im Verein“ vorgestellt.

 

 

Ich bin Can Baris – jüngster Feuerwehrmann Lauenburgs

„Toll, dass du es geschafft hast Feuerwehrmann zu werden“, bewundern Freunde Can Baris Cara. Der 17jährige Deutschtürke ist seit der letzten Jahreshauptversammlung Lauenburgs jüngster Feuerwehrmann. Can Baris ist seit seinem 11. Lebensjahr Mitglied der Jugendfeuerwehr und kam erstmals über eine Ferienpassaktion zur Feuerwehr. Als er damals in die Arbeit der Jugendfeuerwehr reinschnupperte, stellte er fest, dass er einige seiner Kameraden schon kannte und wurde herzlich aufgenommen.

Mit seinem Engagement bei der Feuerwehr und in verschiedenen anderen ehrenamtlichen Bereichen möchte Can Baris anderen Jugendlichen zeigen, ob mit Migrationshintergrund oder nicht, dass es Spaß macht sich in seiner Freizeit zu engagieren. Für ihn ist es daher selbstverständlich bei der Öffentlichkeitsreihe „Vereint im Verein“ des Kreisjugendringes mitzumachen, welche junge Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Tätigkeit in Vereinen vorstellt.

In Deutschland geboren und aufgewachsen, kann und will Can Baris seine türkischen Wurzeln nicht verbergen. Sein Glaube ist der Islam, den er, wie seine Familie, im Alltag lebt. Er spricht deutsch, türkisch arabisch und englisch und ist vielseitig interessiert. „Das habe ich von meinem Vater“, sagt er. „Der engagiert sich ebenfalls in der türkischen Gemeinde in Lauenburg.“

Wichtig für den eigenen Weg sei außerdem der Freundeskreis, so Can Baris. Der helfe ihm und würde sich für ihn und seine ehrenamtlichen Erfolge freuen.

Vor kurzem hat Can Baris die Leistungsspanne erworben, eine Auszeichnung der Feuerwehr und wird mit seinem 18. Geburtstag im Oktober in die aktive Feuerwehr übergehen. Ab dann dürfen die jungen Erwachsenen bei Einsätzen mitfahren.Can Baris und seine Kameraden setzten sich bereits beim Elbhochwasser im letzten Jahr ein.  

Über die Feuerwehr hinaus hat der Auszubildende seinen Sanitäterschein über die Schule erworben, war Klassen- und Schülersprecher, ließ sich zum „drugs scout“ und Barkeeper für alkoholfreie Cocktails ausbilden und wirkte erfolgreich bei dem Projekt „Junior Unternehmen“ mit. Seine Ausbildung macht Can Baris bei einer lauenburgischen Firma zum Packmitteltechnologen und wird von seinem Chef ebenfalls bei seiner Tätigkeit in der Feuerwehr unterstützt.

„Wir haben wirklich Glück mit so einem engagierten Mitglied wie Can Baris,“ so Wehrführer Lars Heuer. „Nur hat die Feuerwehr, wie viele andere Vereine, Probleme Nachwuchs zu bekommen.“ Er hofft darauf, dass demnächst Kinder ab dem Alter von 6 Jahren in der Kinderwehr eintreten können, bevor sie sich für ein anderes Hobby entscheiden.

Bisher sind die Aufnahmekriterien der Jugendfeuerwehr eine ärztliche Untersuchung, in der festgestellt wird, ob das Kind geistig und körperlich gesund ist, das Alter von 10 Jahren und bestenfalls der Wohnort in der Nähe des Feuerwehrhauses. 

Can Baris gefällt es in der Feuerwehr. Seine türkischen Wurzeln und sein Glaube waren bei den Kameraden nie ein Problem. Bei Festen wird immer extra Essen für ihn zubereitet, was für alle selbstverständlich ist.„Ich finde, alle Türken, ob in Lauenburg lebend oder woanders, sollten sich mehr öffnen“ ist sich Can Baris sicher.

Seine Jugendwartin Gabi Fischer ist optimistisch: „Ich denke positiv und glaube, dass wir Nachwuchs bekommen werden, ganz egal mit welcher Herkunft.“

 

 

 
Ihr Ansprechpartner
Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V.
Schmilauer Str. 66
23879 Mölln
Tel. 04542-843784


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