Weltkindertag 2017

Kindern eine Stimme geben!

Der 20. September ist der Weltkindertag, ein Tag an dem die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden sollen. Das Motto zum diesjährigen Weltkindertag am 20. September lautet „Kindern eine Stimme geben!“. Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland rufen unter diesem Motto dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen.

Als Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V. verstehen wir uns als Interessenvertreter der Jugendverbände sowie der Kinder und Jugendlichen im Herzogtum Lauenburg. Deshalb nutzen wir den Weltkindertag, um mit Kindern und Jugendlichen aus unseren Mitgliedsverbänden auf das Motto "Kindern eine Stimme geben" aufmerksam machen, Postkarten verteilen und die Jugendlichen führen Talkrunden mit den Direktkandidat_innen zur Bundestagswahl.

Wenn ich Kanzler_in wäre, ...

Johanna vom Jugendrotkreuz Schwarzenbek
Niclas von der DLRG Jugend Ratzeburg
Jetlira von der DITIB-Jugend Mölln
Julius von den Pfadfindern Krummesse
Alida von der evangelischen Jugend
Malte von der Jugendfeuerwehr Breitenfelde
Yaren von der Alevitischen Jugend Geesthacht
Marek vom Kreisjugendring Herzoftum Lauenburg

Kindern eine Stimme geben

Aktionen des Kreisjugendringes in Geesthacht und Mölln wurden durch Bundestagskandidaten unterstützt

Am Mittwoch, 20. September war Weltkindertag, der in diesem Jahr unter das Motto „Kindern eine Stimme geben!“ gestellt war. „Als Kreisjugendring und Interessenvertreter der Jugendverbände und der Kinder und Jugendlichen im Herzogtum Lauenburg fordern wir, dass Kinder und Jugendliche gehört werden, dass sie sich einbringen können und auf kind- und jugendgerechte Art mitbestimmen können“, betont Jens Pechel, 1. Vorsitzender des Kreisjugendringes (KJR) die Bedeutung.

Mit acht jungen Menschen aus seinen Mitgliedsvereinen sowie den Bundestagskandidaten Norbert Brackmann (CDU), Nina Scheer (SPD), Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen) sowie dem örtlichen Vertreter der Linken Christian Wagner zog der KJR am Weltkindertag durch die Straßen von Geesthacht und Mölln. Verteilt wurden Postkarten mit den Gesichtern der Kinder und Jugendlichen, die darauf aussagen, was sie umsetzen würden, wenn sie selbst Kanzler oder Kanzlerin wären. „Das sind hochpolitische Forderungen, die auf diesen Postkarten vertreten werden“, waren sich alle vier Politiker einig.

Die acht jungen Menschen hatten sich am Vormittag mit ihren politischen Aussagen auseinandergesetzt und daraus Fragestellungen an die Politik abgeleitet. In kurzen Talkrunden richteten sie am Nachmittag dann in der Einkaufsstraße von Geesthacht und auf dem Bauhof in Mölln ihre Fragen an die Politik.

Alle vier Vertreter betonten auf die Fragen die hohe Bedeutung des Engagements von jungen Menschen in Vereinen, Verbänden und in den Jugendorganisationen der Parteien. In den Talkrunden legten die jungen Menschen dar, dass es hierfür aber auch Unterstützung und Freiräume bedarf, um überhaupt die Möglichkeit zu haben sich zu einzubringen, sich zu engagieren und so auch die Stimme für die eigenen Interessen zu erheben.

„Kinder brauchen auch mal Langeweile, damit Kreativität entstehen kann. Und sie brauchen nachmittags Zeit, um in den Vereinen tätig zu werden“, so Konstatin von Notz, der selbst über viele Jahre in der evangelischen Jugend als Teamer auf Fahrten aktiv war. Neben seinem politischen Engagement ist auch Norbert Brackmann aktiv in einem Verein, der DLRG. „Kinder sollen sich engagieren, sie sollen befähigt werden, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wir müssen deshalb auch darüber nachdenken, inwieweit Modelle entstehen können, bei denen ehrenamtliche Aktivitäten in der Schule anerkannt werden und Zeit angerechnet wird“, so Brackmann. Nina Scheer betont die Bedeutung von Schule in diesem Zusammenhang. „Hier erreichen wir alle Kinder und Jugendliche und können eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen. Hier müssen wir aber noch die geeignete Weise finden und auch Inhalte in der Schule entschlacken“, so Scheer, die selbst bereits mit 16 Jahren ihrer Partei beitrat und sich früh als Klassensprecherin engagierte, weil sie etwas verändern wollte. Christian Wagner, der als 21jähriger gerade eine Ausbildung zum Mechatroniker macht, rückt die Bedeutung von Vereinen in den Vordergrund: „Vereine sind die Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Hier entstehen Kontakte fürs Leben“, so Wagner.

Neben politischen Statements entlockten die Kinder und Jugendlichen den Politikern aber auch persönliche Statements und auf die Frage, in welcher Partei sie wären, wenn es ihre Partei nicht gäbe, kam so mancher kurz ins Schwimmen.

„Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben, es ihnen zu ermöglichen, dass sie sich selbst einbringen, aber auch Freiräume haben, um ihre eigenen Interessen vertreten zu können und Verantwortung zu übernehmen, sehen wir als Kreisjugendring als eine wesentliche Aufgabe aller an. Demokratie lebt vom Engagement. Deshalb freuen wir uns, dass Herr Brackmann, Frau Scheer, Herr von Notz und Herr Wagner uns bei unserer Aktion unterstützt haben“, so Arne Strickrodt, Geschäftsführer des KJR. Ohne ein Versprechen entließ der KJR die Bundestagskandidaten dann aber nicht. Sie alle setzten ihre Unterschrift unter das „wahlVERSPRECHEN“, eine Aktion des Deutschen Bundesjugendringes, bei dem die Kandidaten und Kandidatinnen unterschreiben, dass sie die Bedarfe und Interessen junger Menschen besonders in den Blick nehmen.

Die Aktion zum Weltkindertag des KJR wurde gefördert durch Mittel der Partnerschaft für Demokratie des Kreises Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“.

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Arne Strickrodt
Arne Strickrodt
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